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Mittagskonzert: «Bern mit Zürich verglichen ist schon viel mehr Provinz» – Willy Burkhard, Carl Nielsen und ihre Städte
13. September | 12:30 - 13:30

Haben Städte einen Einfluss auf die Schaffensfreude von Komponisten? Anhand von Auszügen aus Briefen und Erinnerungen von Carl Nielsen und Willy Burkhard, vortragen von Satu Blanc, will das Konzert dieser Frage auf den Grund gehen. Den Berner Willy Burkhard beschäftigte in den 1930er Jahren im Briefwechsel mit seinem Berner Kollegen Volkmar Andreae, welche Schweizer Stadt für einen Komponisten «lebenswert» ist. Beide fühlten sich ihrer Heimatstadt verpflichtet – aber Bern als Wirkungsort für einen Komponisten? Die Piccola Sinfonia Giocosa wurde jedenfalls in Basel vom Basler Kammerorchester unter der Leitung von Paul Sacher uraufgeführt. Carl Nielsen, der auf dem Land aufgewachsen war und in der Provinzstadt Odense seine musikalische Karriere begann, strebte nach Kopenhagen, um sich als Komponist auszubilden und dort sein Publikum zu finden: Seine kleine Suite für Streicher op. 1 wurde im Tivoli erfolgreich aufgeführt. Wie sich Nielsen als Landkind mit seiner Familie in der grossen Metropole lebenswert einrichtete, erfahren wir aus den Erinnerungen seiner Tochter Anne Marie Telmányi Nielsen.
Programm:
Carl Nielsen (1865–1931): Kleine Suite für Streichorchester, a-Moll op. 1 (1887–88)
Willy Burkhard (1900–1955): Piccola Sinfonia Giocosa, op. 81 (1956)
Dmitry Smirnov, Violine und Leitung; Kammerorchester Basel; Satu Blanc, Erzählerin; Daniel Schneller, Moderation
Mit freundlicher Unterstützung von:
Willy A. und Hedwig Bachofen-Henn-Stiftung
Baukult – Freiwillige Basler Denkmalpflege
Carl Nielsen og Anne Marie Carl-Nielsens Legat
Willy Burkhard-Gesellschaft
Jacqueline Albrecht
Christine Wirz von Planta
Eintritt frei – Veranstaltung ohne Anmeldung/Tickets
Foto: Kammerorchester Basel, Matthias Müller